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Weber Saint-Gobain - Official website of the company

weber.therm prestige WDVS

Systemeigenschaften

  • Nicht brennbare Wärmedämmung, insbesondere für Hochhäuser, Krankenhäuser und Schulen
  • Mineralische Wärmedämmung von Alt- und Neubauten
  • Verlegefreundliches Format mit MWPT-Dämmplatte 035
  • Hoch diffusionsoffenes mineralisches WDV-System
  • Höchste Baustoffklasse - A1, nicht brennbar
  • Bietet besten Brand- und Schallschutz

 

Nicht brennbares WDVS mit MW-Dämmplatte oder MW-Lamellendämmplatte

Systemmerkmale

1. Anwendungsgebiete

  • Das weber.therm prestige Wärmedämm-Verbundsystem ist ein außenseitig anzubringendes Wärmedämm-Verbundsystem mit weber.therm MW-PT Fassadendämmplatte 034.
  • Es dient zur Verbesserung der Wärmedämmung von alten und neuen Wänden und/oder Untersichten sowie zum sommerlichen Wärmeschutz.
  • Es eignet sich speziell für die Fassadendämmung von Gebäuden, bei denen die Nichtbrennbarkeit gefordert ist (z.B. Krankenhäuser, Schulen, Untersichten, usw.)
  • Das System kann ebenfalls zur Sanierung von schadhaften undgerissenen Neu- und Altfassaden eingesetzt werden.
  • Als Untergrund eignen sich Beton und Mauerwerk.

2. Nachweise

  • Das weber.therm prestige Wärmedämm-Verbundsystem ist systemgeprüft und zugelassen gemäß ETAG 004.
  • Die Zulassung gilt nur für das komplette System. Es dürfen keine Systembestandteile eigenmächtig ausgetauscht oder ersetzt werden. Bei der Verwendung systemfremder Bestandteile erlischt die Gewährleistung und die Zulassung.

3. Verarbeitung

Folgende bauliche Voraussetzungen müssen vor der Anbringung des WDV-Systems erfüllt sein:

  • Der Untergrund muss bewegungsfrei, schwindungsfrei, tragfähig, trocken und eben sein. Schmutz, Staub und lose Teile müssen vom Untergrund entfernt, Betonfl ächen von Trennmitteln befreit und evtl. dampfgestrahlt werden.
  • Die Ebenheit des Untergrundes muss den Anforderungen der ÖNORM DIN 18 202 „Toleranzen im Hochbau“ entsprechen.
  • Der Auftragnehmer sollte insbesondere dann Bedenken anmelden, wenn
    - starke Verunreinigungen, Ausblühungen, zu glatte Flächen usw. vorliegen,
    - größere Unebenheiten als nach ÖNORM DIN 18 202 zulässig vorhanden sind,
    - eine zu hohe Baufeuchtigkeit, z.B. als Folge von feuchtigkeitsspendenden Ausbauarbeiten vorliegt.
  • Horizontale Abdeckungen wie Fensterbänke, Dachabschlüsse, Brüstungsabdeckungen usw. müssen vor Arbeitsbeginn vorhanden sein.
  • Bewegungsfugen des Baukörpers müssen im gesamten Aufbau des weber.therm Wärmedämm-Verbundsystem übernommen werden. Unabhängig hiervon sind alle ca. 30 Meter vertikale Bewegungsfugen anzuordnen. Die Art der Fugenausbildung ist gesondert nach den örtlichen Erfordernissen deckungsgleich vorzusehen.


Vorarbeiten

  • Vorstehende Beton- und Mörtelreste müssen entfernt werden.
  • Differenzen von ± 10 mm können beim Verkleben ausgeglichen werden.
  • Unebenheiten von mehr als 10 mm müssen vorher mit der Klebespachtel oder dem Leicht-Unterputz weber.dur Leichtgrund ausgeglichen werden. Alternativ kann auch weber.dur ZementReiber eingesetzt werden. Die Ausgleichsschicht muss eine Standzeit von mindestens 1 Woche vor dem Verkleben der Dämmplatten haben.
  • Altputz ist sorgfältig auf Hohlstellen zu prüfen, evtl. hohl und lose liegender Putz ist zu entfernen. Die entsprechenden Stellen sind mit Leicht-Unterputz weber.dur Leichtgrund bzw. weber.dur ZementReiber auszugleichen (Putzgrund und Altputz vorher säubern, ggf. vornässen).
  • Flächen mit tragfähigem, fest anhaftendem Anstrich bzw. mit Kunstharzputzen müssen vor dem Verkleben der Dämmplatten sorgfältig gereinigt werden und trocken sein. Empfehlenswert ist bei Kunstharzputzen/-anstrichen eine Prüfung auf Tragfähigkeit bzw. Verseifungsbeständigkeit.

3.1. Sockelabschluss

Für den Sockelabschluss stehen zwei Varianten zur Verfügung:

  • Ein zur Plattenstärke passendes Sockelprofil in Trogform wird mit Profil-Dübeln weber.therm (3 Stück pro Laufmeter) angebracht und mit Sockelverbindern montiert. Zusätzlich kann das Profil auf ganzer Länge in Klebespachtel gelegt werden oder ein vorkomprimiertes weber.therm Fugendichtband anbringen, welches insbesonders bei unebenen Untergründen notwendig ist, um einen dichten, unteren Abschluss zu gewährleisten. Die Sockelschienen dürfen nicht pressgestoßen werden (Wärmedehnung!).
  • Sockelabschluss ohne Profile (hohe Dämmstoffdicken):
    Hierzu wird ein weber.therm Eckschutzwinkel mit Klebe- und Armierungsspachtel an der Wand befestigt, in den später die Dämmplatten geklebt werden  An der vorderen Dämmstoffkante wird ein weber.therm Eckschutzwinkel oder weber.therm Tropfkantenprofil auf die Dämmplatten aufgebracht, so dass die Dämmplatten Uförmig umfasst werden.

3.2. Kleben der Dämmplatten

Die Platten müssen vor Feuchtigkeit und vor Sonneneinstrahlung geschützt und ehestmöglich beschichtet werden. Durchnässte oder schadhafte Platten dürfen nicht eingebaut werden. Die Klebe- und Armierungsspachtel wird unter Zugabe der entsprechenden Wassermenge mit einem Rührquirl so lange durchmischt, bis eine verarbeitungsgerechte Konsistenz erreicht ist.

Die Klebe- und Armierungsspachtel kann mit allen üblichen Putzmaschinen verarbeitet werden. Für das Aufbringen der Klebespachtel auf die Dämmplatten kann eine spezielle Klebepistole z.B. PFT oder Putzmeister eingesetzt werden.


Verkleben der Dämmplatten mit Randwulst-Punkt-Methode. Am Rand der Platte wird umlaufend ein ca. 5 cm breiter Streifen und in der Mitte der Platte werden mind. drei ca. 15 cm große Punkte aufgetragen. Die Menge des aufgeragenen Klebers ist so zu wählen, dass unter Berücksichtigung der Untergrundtoleranzen und der Schichtdicke des Klebers die erforderliche Kontaktfläche (mind. 40 %) erreicht wird. Bei Verwendung der weber.therm Mineralwolle-Lamelle wird der Klebe- und Armierungsmörtel vollflächig auf die Lamellen aufgebracht.

Zur rationelleren Verarbeitung kann die Klebe- und Armierungsspachtel auch maschinell in senkrechten Wülsten von ca. 5 cm Breite und 1,5 bis 2 cm Dicke auf die Wand gespritzt werden.

Der Abstand der Mörtelwülste darf 10 cm nicht übersteigen und es müssen mindestens 50% des Untergrundes mit Kleber bedeckt sein.

Alternativ kann die Klebespachtel auch vollflächig aufgespritzt und mit der Zahnspachtel (10 x 10 mm) aufgekämmt werden. Die Dämmplatten werden sofort danach (max. 10 Minuten nach dem Anspritzen des Klebemörtels, je nach Witterung und Untergrund auch weniger) in die Klebe- und Armierungsspachtel unter schiebenden Bewegungen eingebettet.

Die Dämmplatten sind von unten nach oben, plan und eben, aneinander gestoßen und voll auf Fuge im Verband zu verlegen. Verlegen Sie die Dämmplatten von rechts nach links nach oben. Dies gewährt einen optimalen Arbeitsfortschritt. Klebespachtel darf keinesfalls in die Fugen zwischen den Dämmplatten gelangen. Es sind nur ganze Platten zu versetzen. Pass-Stücke > 15 cm des gleichen Dämmstoffes dürfen nur
in der Fläche und nicht an Kanten eingesetzt werden.

An Gebäudekanten dürfen nur ganze und halbe Dämmplatten verzahnt verlegt werden. Dämmplattenstöße dürfen nicht in die Leibungskanten von Wandöffnungen übergehen. Anschlüsse an Fenster, Türen, Rolladenkästen, Fensterbänken,... sind mit geeigneten weber.therm An- und Abschlussprofilen auszuführen.

Die Plattenstöße sind zur Vermeidung von Wärmebrücken mörtelfrei zu halten. Auch bei exakter Arbeitsweise sind Fehlstellen und Fugen nicht immer zu vermeiden, die aber mit dem gleichen Dämmstoff verschlossen werden müssen. Kleinere Lücken können mit Füllschaum ausgeschäumt werden.

3.3. Dübeln

Nach ausreichender Erhärtung des Klebers (ca. 3 Tage) kann mit dem Dübeln begonnen werden. Die Auswahl der Dübel und die Dübelanzahl erfolgt untergrundabhängig und ist abhängig von der Lage und Höhe des Gebäudes. Beachten Sie die ÖNORM B 6410. Die Dübel sind auf festen Sitz zu prüfen. Gestauchte oder nicht fest sitzende Dübel müssen erneuert werden.

3.4. Eckausbildung und Profile

An den Gebäude- und Fensterecken werden weber.therm Gewebeeckwinkel mit dem Klebe- und Armierungsmörtel versetzt. Zur Vermeidung von Eckrissen im Bereich von Fensterbänken, Fensterstürzen und anderen Wandöffnungen ist eine Diagonalarmierung (mind. 20 x 40 cm) vor Aufbringung der Flächenarmierung anzubringen.
Anschlüsse an Türen und Fenster sind mit entsprechenden weber.therm An- und Abschlussprofilen herzustellen. Weitere Anschlussdetails sind in den Detaillösungen enthalten.

3.5. Armieren

Die verklebten Dämmplatten müssen vor Feuchtigkeitseinwirkung und Sonneneinstrahlung geschützt werden. Die Klebe- und Armierungsspachtel wird unter Zugabe der entsprechenden Wassermenge mit einem Rührquirl angemischt, bis eine verarbeitungsgerechte Konsistenz erreicht ist. Falls erforderlich Aufziehen einer Ausgleichsschichte. Nach Erhärten der Ausgleichsschichte Aufziehen der Armierungsschichte in einer Stärke von mind. 5 mm.

weber.therm Textilglasgittergewebe in die noch weiche Klebespachtel in senkrechten oder waagerechten Bahnen mit dem Glättbrett oder der Traufel faltenfrei im äußeren Drittel, einbetten. weber.therm Textilglasgittergewebe ist mit mind. 10 cm Überlappung zu verlegen. Bei Kanten und Ecken ist das weber.therm Textilglasgittergewebe 20 cm herumzuführen.

Bei Verwendung von Kantenschutzprofilen mit aufkaschiertem Textilglasgittergewebe und Gewebeeckwinkel ist der Anschluss der Flächenarmierung mit einer Überlappung von mind. 10 cm auszuführen

3.6. Oberputze

Vor dem Auftragen des Oberputzes muss die Armierungsschichte vollkommen ausgetrocknet sein ( je nach Witterungsbedingungen ca. 7 Tage). weber.prim Putzgrund eingefärbt gut aufrühren und den Putzgrund einmal satt grundieren. Nach ca. 24 stündiger Trocknung weber.pas Dünnschichtputz mit dem Glättbrett in Kornstärke auftragen und sofort rund verreiben. Es ist darauf zu achten, dass immer gleichartige Reibbretter verwendet werden und nass in nass gerieben wird, um Stossstellen zu vermeiden. Eine raue Struktur kann mit dem Korkreibbrett erzielt werden.
Bei mehrfärbiger Ausführung, z. B. Faschenbereiche, ist es erforderlich, dass jene Stellen, an denen die Farben zusammenstoßen, mit Fassadenklebeband abgeklebt werden. Aufbringen des ersten Farbtons und sofortiges Entfernen des Klebebandes nach dem Auftragen. Am nächsten Tag werden die Ränder des ersten Farbtones abgeklebt und der nächste Farbton aufgebracht. Auf Verschmutzung ist zu achten.

3.7. Sockel- und Perimeterdämmung

Aufgrund der höheren mechanischen und feuchtebedingten Belastungen muss der gedämmte Sockel- und Perimeterbereich mit anderen Materialien ausgebildet werden, die diesen Ansprüchen dauerhaft genügen. Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten der Sockelbzw. Perimetergestaltung
a) Sockel gering ins Erdreich einbindend
b) Sockeldämmung wird als Perimeterdämmung weitergeführt ).

Voraussetzungen:

  • Das WDVS übernimmt grundsätzlich keine Abdichtungsfunktion.
  • Die nach ÖNORM erforderlichen vertikalen und horizontalen Gebäudeabdichtungen müssen vorhanden sein.
  • Niederschlagswasser muss durch konstruktive Maßnahmen von der Fassade weggeleitet werden (z.B. Kiesbett oder kapillarbrechende Schicht). Pflaster und Plattenbeläge sind mit Gefälle vom Gebäude weg und mit einer Trennung vom Gebäude herzustellen.

Platten kleben

Die weber.therm Perimeter-Dämmplatte wird mit dem Systemkleber oder (bei vorhandener bituminöser Bauwerksabdichtung im Sockelbereich) mit weber.tec 922 2K-Bitumenkleber mit Randwulst-Punkt- Methode oder vollflächig verklebt. weber.tec 922 2K-Bitumenkleber ist so zu verteilen, dass nach dem Andrücken der Platte mind. 40 % der Fläche mit dem Untergrund verbunden ist. Oberhalb der Gebäudeoberkante sind Sockel- bzw. Perimeterdämmplatten zusätzlich zur Verklebung mit Systemdübel zu verdübeln. Bitte beachten, dass die Verdübelung nicht durch die vorhandene Bauwerksabdichtung erfolgt. Das Verdübeln soll mit Schraubdübel bereits vor Abbinden des Klebers erfolgen (im nassen Zustand), um ein Abrutschen zu verhindern.

Armieren

Nach Erhärtung des Klebers wird eine Armierungsschicht mit weber.therm Klebe- und Armierungsspachtel wie zuvor beschrieben hergestellt. Die Armierungsschicht wird bei Variante b) bis etwa 30 cm unter die erwartete Geländeoberkante bzw. bei Variante a) bis auf den Untergrund gezogen.

stabilere Ausführung:

Falls eine erhöhte mechanische Belastung erwartet wird, kann nach ausreichender Erhärtung der ersten Armierungsschicht eine weitere Armierungsschicht aufgebracht werden.
Alternativ können vor Herstellung der Armierungsschicht mineralische Bauplatten auf die Perimeter-Dämmplatten angebracht werden.

Oberputz

Als Endbeschichtung kann am nächsten Tag eine Schicht weber.therm Klebe- und Armierungsspachtel aufgebracht werden. Nach Erhärtung der Armierungsschicht Aufbringen von z.B. weber.prim Putzgrund mit weber.pas topdry AquaBalance in gewünschter Körnung, Struktur und Farbe.

Anstelle eines Dünnschichtputzes kann nach vorheriger Grundierung mit weber.prim Putzgrund weber.pas marmolit aufgebracht werden. Im erdberührten Bereich muss nach Durchtrocknung der Sockelbeschichtung weber.tec 930 mineralische Dichtschlämme aufgebracht werden. Als Schutz gegen Beschädigung beim Anfüllen des Erdreiches ist z.B. eine Noppenfolie oder eine Dränageplatte anzuordnen. Im übrigen gelten für die Ausführungen aller Putze die Angaben der ÖNORMEN, die Verarbeitungsrichtlinien und unsere Produktdatenblätter

Dokumentation

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